Fußball-Archiv
... der Ball ist rund..
Nostalgisches vom Fußball im TUS Hoya ...
Friedrich Homeyer .. ein "Spitzenfussballer" der besonderen Art....
Neulich sprach mich ein Sportkamerad an, in Hoya hätte es doch in den fünfziger - bis siebziger Jahre einen Spitzenfussballer gegeben, ob ich etwas darüber wüsste. Klar kam mir das bekannt vor. Aber er hatte sich etwas geirrt, denn er meinte Friedrich "Fidi" Homeyer. Der hatte den Beinamen "Spitze", man nannte ihn auch mal schlicht und einfach "Pieken"-Fidi". Das rührte daher, dass er den Ball vornehmlich mit der Fußspitze spielte. Gefürchtet auch sein "Kopfballspiel" bei nur knapp 170 cm Körpergröße. Aus dieser Kombination ergaben sich schon einmal die kuriosesten Situationen, aber eben unfreiwillig. Das damalige Spiel- system nannte man das WM-System. Klassische Aufstellung : Torwart, Links- und Rechtsverteidiger, linker Läufer, rechter Läufer, Mittelläufer (Stopper) , Rechts-und Linksaußen, Halbstürmer links und rechts sowie der Mittelstürmer Die zweite Mannschaft hieß nicht die Zweite Herren, sondern die "Reserve". In dieser "berühmten" Reserve hat unser Freund "Spitze" Homeyer meistens gespielt.
Hier ein paar Kostproben aus dem Leben eines "Spitzenspielers " :
Jeden Montag wurde im Vereinslokal die Mannschaftsaufstellung für das nächste Spiel be- sprochen. Die Namen wurden von Heinz Finke, dem "Chef" des Hoyaer Fussballs, dann zu Papier gebracht. Für die Zweite Herren war damals "Fidi" Homeyer als Mannschaftsführer zuständig. Meist kam dann folgender Dialog zustande :
Heinz Finke : "Friedrich", wie spielt die Zweite nächsten Sonntag?" "Fidi" : "Heinz", Du meinst sicher die Reserve !" Finke : "Ja, Friedrich, die Reserve. Also, wie spielt Ihr ?" "Fidi" : Etwas triumphierend " Heinz, das ist doch wohl klar ! Wir spielen in stärkster Aufstellung ! Hermann Grünhagen im Tor und ich als Stopper... ( Mittelläufer) ". Den Rest schrieb Heinz Finke aus dem Gedächtnis auf.
Während dieses Dialogs schauten sich die anderen Teilnehmer des Abends nur an und konnten sich das Grinsen kaum verkneifen... und so war es fast jeden Montag....
Bericht : Ein Augen- und Ohrenzeuge ( er kramt noch im Gedächtnis für weitere Stories...)
Dann war da noch die berühmt (berüchtigte) 3.Herren-Mannschaft
Foto links : Punktspiel 1965 in Hämelhausen
hinten : Jürgen " Der Dicke" Renziehausen, Udo Karrasch, Walter Grupe, Jürgen Holbe, Rudi Pätzel, Reinhold "Der Dünne" Renziehausen, Helmut "Banjo" Lange Betreuer : Wilhelm "Posipal" Meyer
vorne : Richard Banduch, Alfred Klaffke, Josef Tiegel, Helmut Schietke, Peter Hahnel
Foto rechts : Vor der Fahrt zum Turnier SSV Düsseldorf-Oberkassel 1967
hinten : Betreuer Wilhelm "Posipal" Meyer, Wolfgang Löhr, Reinhold Renziehausen, Jürgen Renziehausen, Gerd-Dieter Rottmann, Peter Hahnel, Vereinswirt und "Maskottchen" Clemens Stuckenborg
vorne : Dietmar Zimmer, Heinz Stiller, Manfred Raupach, Josef Tiegel, Helmut "Banjo" Lange, Erwin Sachau
Leider sind aus dieser "Truppe" schon einige Sportkameraden verstorben :
Wolfgang Löhr, Reinhold Renziehausen, Jürgen Holbe und Erwin Sachau, Hermann "August" Vogel, Heinz-Hermann "Boni" Feßke
... und habt ihr sie alle wiedererkannt ???
